Tele-Lernen für Telearbeiter: Effiziente Online-Weiterbildung zur Einführung innovativer Arbeitsformen in sächsischen KMUs

1. Verbundpartner:
 
TU Dresden Technische Universität Dresden
Fakultät Informatik
Lehrstuhl Rechnernetze
01062 Dresden
Prof. Alexander Schill
Dipl.-Inform. Robert Hess
Dipl.-Inform. Iris Braun
Tel. (0351) 463 8261, Fax: (0351) 4638251

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Beispielkurs:
Bürokommunikation für Finanzdienstleister 
FWK Niesky FWK Netconsult GmbH, Niesky
Muskauer Straße 37
02906 Niesky
Ansprechpartner: H. Rösler, H. Kießling
e-Mail: fwk@fwk.de
Tel. (03588) 201306, Fax (030) 69088173
2. Ziel des Vorhabens

Ziel des Vorhabens ist der Entwurf und die Realisierung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen zur Einführung von Telearbeit in sächsischen KMU unter Nutzung multimedialer Teledienste für interaktives, verteiltes und entferntes Lernen. Als Verbundpartner zur Validierung einer Praxislösung ist die Finanz- und Wirtschaftskanzlei Kießling & Cie, Niesky beteiligt, die großes Interesse sowie auch konkrete Erfahrungen im Bereich Telearbeit besitzt.

Durch das vorgeschlagene neuartige Konzept wird eine enge Verbindung von Lerninhalten mit der praktischen Erprobung des Gelernten erzielt, da die Lernmethoden auf derselben Technologie und Organisationsform wie die späteren Arbeitsaufgaben basieren. Dabei ist der spezielle Fokus dieses Vorhabens, Unternehmen zu unterstützen, die Telearbeiter ausbilden, sei es für den Eigenbedarf oder als externes Schulungsangebot. Der Projektverbundpartner stellt eine solche Firma dar. Die Unterstützung erfolgt durch Wissenstransfer mit konkreter Überführung der am Lehrstuhl Rechnernetze zu entwickelnden Technologien im Bereich des Teleteaching in die entsprechende Ausbildungsumgebung.

Bei den Projektpartnern sind bereits einschlägige Erfahrungen zu dieser Thematik vorhanden, die u.a. im Rahmen des Landesinnovationskollegs "Anwendungsnahe Teledienste für Industrie und Verwaltung in Sachsen" entstanden sind. An die bisherige intensive Kooperation kann damit direkt angeknüpft werden, was sicherlich für eine rasche Umsetzung der Konzepte sehr förderlich ist.

3. Darstellung der innovativen Lösung im Vergleich zum Stand der Technik

Die Schulungen und Beratungen werden mittels internetbasierter Informationsdienste und multimedialen Audio/Videokonferenzsystemen durchgeführt. Dabei kommen innovative Teleteaching-Technologien zum Einsatz, die eigens für die entsprechenden Anforderungen des Einsatzes in KMU entwickelt werden.

Die vorgeschlagene Form der Ausbildung eröffnet neben der normalen Umschulung die Möglichkeit der begleitenden, parallelen Aus- und Weiterbildung. Weiterhin werden hier schon durch den Lernprozeß die grundlegenden Fertigkeiten im Umgang mit der Technologie gefestigt. Dieses "learning-by-doing" geht über den normalerweise gebräuchlichen Unterricht hinaus, da ein intensives Training dieser elementaren Tätigkeiten möglich wird. Dabei können aktuelle Entwicklungen und Lerninhalte dynamisch berücksichtigt werden, und das Lehrmaterial kann ohne großen Aufwand an die speziellen Bedürfnisse kleiner Gruppen adaptiert werden. Auf diese Weise wird der Spezifik kleiner Schulungsunternehmen Rechnung getragen.

Die Gesamtlösung wird zunächst firmenintern beim Verbundpartner eingesetzt, um erste Erfahrungen zu sammeln. Anschließend ist auch ein externer Einsatz bei weiteren Partnern vorgesehen, wobei u.a. bereits von der Umweltberatung und Bildung GbR Hoyerswerda (H. Klinnert und H. Roch) entsprechendes Interesse angemeldet wurde. Als Abschlußziel des Vorhabens wird eine umfassendere Vermarktung des Gesamtkonzeptes auf breiterer Basis angestrebt.

4. Mögliche Anwendung der Ergebnisse, Bedarf, Marktabschätzung

Einige Beispiele für die Einsatzfelder für die in diesem Projekt entwickelten Technologien und Inhalte:

Um den Markt für derartige Maßnahmen zu beurteilen, kann man von einem geschätzten Gesamtvolumen von 2-4 Mio. möglicher Telearbeitsplätze in Deutschland ausgehen.

Derzeit setzen ca. 5 % der deutschen Unternehmen Telearbeit ein, in der Mehrzahl Großunternehmen. In Sachsen liegt die besondere Bedeutung dieser Arbeitsform in der Schaffung neuer Arbeitsplätze in strukturschwachen, verkehrstechnisch schlecht erschlossenen Regionen. Dies erfordert jedoch den Einsatz derartiger Technologien gerade im KMU-Bereich, da von dieser Seite entscheidende Impulse für das Wirtschaftsleben dieser Regionen kommen können.

Allerdings sind bei der Einführung derartiger Konzepte im KMU-Bereich zahlreiche Qualifikationsdefizite durch Wissenstransfer zu überwinden. Daher sind zur Stimulierung der weiteren Verbreitung dieser innovativen Arbeitsformen in sächsischen KMUís vor allem Konzepte und praktische Ansätze für diesen Wissenstransfer aus Universitäten und Technologieunternehmen zu schaffen und zu validieren. Die begleitenden finanziellen und technischen Fragen werden derzeit bereits im Rahmen des Landesinnovationskollegs untersucht.

5. Zeitplan und Meilensteine
 
1.7.-31.12.1998 Analyse und Planung der Schulungsszenarien, Entwicklung und Installation der erforderlichen Infrastruktur
1.1.-30.6.1999 Durchführung erster firmeninterner Schulungen
1.7.-31.12.1999 Intensivierung des Schulungsangebots und direkte Kopplung mit konkreten Telearbeitsplätzen im laufenden Betrieb
1.1.-30.6.2000 Erweiterung des Schulungsangebots auf externe Partner / Schulungsfirmen
1.7.-31.12.2000 Globale Vermarktung der Gesamtlösung im Rahmen eines umfassenden Service zur Organisation von Telearbeit
langfristiges Ziel: "virtuelle Firma" - Intranet und weltweite internetbasierte Dienstleistungsangebote


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